Der Spessart gilt als Märchenregion in Deutschland und liegt an der Grenze zwischen Bayern und Hessen. Wer in den Wäldern unterwegs ist kann sich in viele Märchen einfühlen.
Gerne unternehme ich einige Reisen im Spessart und werde dazu berichten. Eine erste Reise führte mich bereits nach Gelnhausen, der Barbarossa Stadt. Hatte hier wohl der Kaiser Barbarossa den Goldenen Hirsch gejagt?
Auf Reisen, – gerade mit Kindern findet man immer gerne schöne Sujets. Der Märchenthron macht ein solches Fotomotiv aus. Die Kinder nehmen Platz, sichtlich vergnügt für ein solches Erinnerungsfoto! Die Märchenthrone stehen mittlerweile in so einigen Städten und sind heute wetterfest.
Informationen dazu auf der Webseite von «Spessart Tourismus»;
Wer weiss, wie viele Märchenthrone noch folgen werden? Würde dies doch einfach einen wunderbaren Plan verwirklichen, stellte jede Märchenstadt einen Märchenthron auf! Diese könnten als beliebte Treffpunkte aufkommen, um gemeinsame Aktivitäten zu starten.
Gerne freue ich mich auf Ihre Fotos auf dem Märchenthron und den Erfahrungen auf Ihren Märchenreisen.
Im Schwälmer Land gehörten einst rote Käppchen zur Tracht junger Mädchen. Das ist die Heimat von Rotkäppchen, das vom Wolf verspeist und vom Jäger wieder gerettet wird. In der Literatur wird dies als Verlust der Unschuld interpretiert.
Stille Wälder, unberührte Natur und Orte, wo Jacob und Wilhelm Grimm zu Gast waren – eine märchenhafte Landschaft. Hier kann sich jeder vorstellen, Märchenfiguren zu begegnen. Die traditionelle Schwälmer Tracht mit ihrem roten Käppchen erinnert an das Rotkäppchen der Brüder Grimm.
Das Rotkäppchenland bietet viel Raum, Natur und Kultur zu entdecken. Ob zu Fuss, oder mit Fahrrad – gut ausgebaute Rad- und Wanderwege versprechen ein Naturerlebnis. Eine unendliche Weite der unberührten Landschaft zwischen Knüll, Schwalm und Kellerwald gilt es zu erkunden.
Verwunschene Burgen und liebenswerte Städte und Dörfer mit wunderschöner Fachwerkarchitektur lohnen einen Besuch. Schöne Märchenskulpturen finden Sie in Homberg (Efze), Knüllwald und Schwalmstadt, Spuren der Brüder Grimm in der Malerkolonie Willingshausen.
Der Wolf lebt im Wildpark Knüll. Probieren Sie die berühmte Ahle Wurst, wie aus Rotkäppchens Korb. Das Rotkäppchenland macht seinem Namen alle Ehre.
«Rotkäppchen» ist auch eine bekannte deutsche Sektmarke. Lediglich der Name zeugt von der roten Kappe als Teil des Flaschenverschlusses. Ein Blick auf die Reiseidee «Sektreisen»?
Die Reise führt nach Bad Wildungen. In der Nähe befindet sich das Schneewittchendorf Bergfreiheit mit einem Schneewittchenhaus und dem Bergwerk der «7 Zwerge». Eine «einfach märchenhafte» Natur gibt es dort mit dem Nationalpark Kellerwald und den Edersee zu erleben.
Tourist Information; Brunnenallee 1 D-34537 Bad Wildungen
Heute ist das Märchen umstritten, der Prinz küsst da einfach die Prinzessin ohne Selbige zuvor zu fragen; feministische Fundamentalisten, die Märchen in Frage stellen, möchten hier Kritik anstossen.
Wie dem auch sei, zwischen Münden und Hofgeismar finden sich mittelalterliche Schlösser, worin Dornröschen einst geradezu gewohnt haben könnte.
Das wirklich fantasievolle Märchen über Frau Holle ist sehr bekannt, sowie, dass darin tanzende Schneeflocken auf die Welt hinunter fisseln, wenn Frau Holle wieder mal die Betten schüttelt. Frau Holles zuhause ist im reizenden Fachwerk-Rathaus am Hohen Meissner; dort können Sie für Euro 1,50 das Holleum besuchen und sich entzücken lassen.
In Germerode stellt man Frau Holle als Beherrscherin der Mohnfelder dar. Bezaubernde pinkfarbene Mohnfelder und Blumenwiesen können entdeckt werden. Eine herrliche Aktion vom dortigen Tourismus
Das Holle Land gibt den Namen dem Geopark beim Kaufunger Wald und dem Werratal. Der weltbekannten Märchenfigur liegt ein alter Volksglaube an eine Erdengöttin zugrunde. Während der Christianisierung erwuchs daraus eine Sagenwelt. Sie spielt auf dem Hohen Meissner. Im Frau Holle Teich soll der Eingang zur Frau Holle Welt sein. Auf dem sagenhaft tiefen Grund soll das silberne Schloss von Frau Holle stehen. Die Brüder Grimm haben daraus ein wunderbares Märchen entwickelt.
Der Besuch von Holzminden weckt Ihre Sinne. Sie hat sich ganz den Märchendüften verschrieben. In der Weserstadt überrascht den Besucher die Welt der Düfte und Aromen.”Immer der Nase nach” lautet das Motto der Stadtführungen.
Vorträge, Tastings und Workshops zu Düften und Aromen werden während des ganzen Jahres angeboten und können probiert werden. Düfte und Aromen sind ein wunderbares Souvenir, um das Zuhause mit Märchendüften zu verzaubern.
Zwischen den Brüder Grimm-Städten Hanau und Steinau liegt der malerische Ort Gelnhausen. Sitz des Landkreises Main Sinzig. Die Stadt bezeichnet sich als Barbarossa Stadt. Auf der deutschen Märchenstrasse ist es nach Hanau die zweite Station.
Ich reise mit dem Zug an, am Bahnhof empfängt mich ein Bild mit einem gefliesten Stadtplan. Ein kurzer Spaziergang hinauf zum unteren Markt. Unterwegs das Wohnhaus von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen, heute ein Hotel. Der Schriftsteller von Grimmelshausen beschrieb mit seinem Werk «Simplizissimus» den Dreissigjährigen Krieg. Ein weiterer bedeutender Bürger war Philipp Reis, Erfinder des Telefons.
Am unteren Markt zig Cafés, in der Gasse allerhand Spezialitäten-Restaurants und ein Kulturverein namens Pinocchio mit netten Sprüchen.
Eine Begegnung mit der Seifenannie (und unterhalb noch mehr über die märchenhafte Barbarossa-Stadt);
Am oberen Markt ein wunderschöner Platz, dort ist die Touristeninfo. Auch wird die Ferienregion gegenüber in einem schmucken Fachwerkhaus gemanagt. Dort muten auch das Stadtmuseum und die nahegelegene Bibliothek an. Überall in der Stadt hübsch bemalte Sitzbänke.
Die Stadt besitzt schöne, romantische Gassen zwischen ihren zahlreichen Fachwerkhäusern. Ein Architekt erzählte mir, dass Gelnhausen früher eine reiche Stadt war und praktisch nur Steinhäuser kannte. Die Fachwerke kamen erst später als Zierde hinzu.
Schliesslich spaziere ich zur ehemaligen Stauferburg, die gerade renoviert wird. Von dort aus spaziere ich ein paar Minuten der Kinzig entlang und wieder zum Bahnhof. Mit dem Zug geht’s zurück nach Frankfurt, wo am Nachmittag ein Tourismusworkshop beginnt.
Gelnhausen gehören stattliche Kirchen an, besonders hat mir die Marienkirche gefallen. Vom Stadtpark habe ich diesen wunderschönen Blick geniessen können. Die imposante Architektur bestaunt habe ich dann direkt vor der Kirche. Protestantische Kirchen sind oft geschlossen; etwas bedauerlich, auch für mich an diesem Tag.
Gelnhausen lohnt sich als Ausflug, ein paar Stunden dafür sollten eingeplant werden. Ich bin beim Hotel «Zur Burgmühle» vorbeispaziert, bestimmt ein schönes Hotel für eine Übernachtung. Ein Klick auf das Bild führt zu der Hotelwebseite.
Bei der Tourismus-Information gibt es sowohl einen Prospekt als auch eine App zu einem Stadtspaziergang durch Gelnhausen. Ich wünsche mir, dass aus Städten wie Gelnhausen der Autoverkehr verbannt wird. Der Ort muntert zum wunderschönen Flanieren auf, und langfristig sollten Autos in Tiefgaragen oder am Ortsrand geparkt werden. Vielen würde ein Fussmarsch gut tun.
Tourismus Information Gelnhausen Obermarkt 8 D-63571 Gelnhausen